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In einer normalen Spielbank findet man in Sachen Roulette meistens einen hölzernen Roulettekessel vor, welcher aus 37 gleich großen, geeichten Kammern besteht. Früher bestand die dazugehörende Kugel meist aus Elfenbein, heute ist diese mehr oder weniger aus Plastik.
Durch den Schwung des Abwurfs durch den Croupier kreist die Kugel zunächst am oberen Rand des Kessels. Reicht die Geschwindigkeit nicht mehr aus, bewegt sich diese in einer stets enger werdenden Bahn in Richtung des Tellers, bevor sie in einen der Zahlenbecher fällt. Zwischen den oberen Rand und des Tellers befinden sich außerdem acht bis zehn Blöcke, welche die Kugel meist unvorhersehbar ablenken.
Die Zahlen im Roulettekessel sind im Grunde genommen gleich angeordnet (europäische Variante). Fast immer liegt eine rote Zahl neben einer schwarzen, eine niedrige (Manque) neben einer Hohen (Passe). Das gleiche gilt natürlich auch für die Abwechslung von Gerade und Ungerade. Die heute in Spielbanken eingesetzten Roulettetische (Kessel) sind natürlich handwerklich und präzisionstechnisch gesehen Spitzenprodukte, welche täglich überprüft und regelmäßig ausgewechselt werden.

Im letzten Jahrhundert machten sich einige Roulettespieler mechanische Fehler des Roulettekessels zu nutzen, wobei der ein oder andere größere Gewinn heraussprang.

Auch die Sparte der Kesselgucker soll hier nicht unerwähnt bleiben. Einige wenige Spezialisten darin konnten ganz gut nach mehreren Umdrehungen der Kugel im Roulettekessel und unter Berücksichtigung des Abwurfpunktes der Kugel einschätzen, in welchen bestimmten Kesselsektor die Kugel fallen wird.
Natürlich hat auch der Croupier seine Erfahrungen und kann geringer gesetzte Kesselsektoren anpeilen, um z.B. hohe Auszahlungen zu vermeiden.